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Studentenproteste, Demonstrationen, Fakultätsbesetzungen und Vorlesungen im Freien so präsentiert sich der Alltag an italienischen Schulen und Universitäten nach der Bildungsreform der Mitte-Rechts Regierung von Silvio Berlusconi. Seit über einen Monat dauert der Streik der Schüler und Studenten an und kein Ende ist in Sicht. Die Universitätsprofessoren zeigen ihren Unmut indem sie ihre Vorlesungen auf den öffentlichen Raum ausdehnen. Dabei hatte ein Universitätsprofessor seine Vorlesung direkt vor dem Senat verlegt, ein anderer nutzte das Kolosseum als Schauplatz. Die Blockierung von Zügen durch Sitzproteste, die Besetzung von Schulen und Universitäten und die Bestreikung des Unterrichts gehören längst zur Tagesordnung. Eine von Studenten ins Leben gerufene Internetseite " Scuola: La mappa della Protesta " zeigt die bereits unüberschaubaren Protestaktionen täglich auf einer Landkarte im Internet auf. In Italien zeichnete sich ein Bild, welches ein wenig an die Proteste der 60er Jahre erinnern lies. Am 25. Oktober mobiliesierte die Opposition zur Demonstration gegen die Regierung mehr als 1 Million Menschen. Ungefähr die selbe Anzahl waren beim gesamtstaatlichen Generalstreik der Schulgewerkschaften am 30. Oktober auf den Straßen. Am 7. und 14. November rufen die Gewerkschaften der Universitäten zum Streik auf. Zudem rufen die Organisatoren der Studentenproteste " Unionedeglistudenti " zu einer totalen Blockade aller Schulen und Universitäten vom 17. bis 21. November auf. Druck kam nicht nur von den Studenten, sondern auch vom Staatspräsidenten, Giorgio Napoletano, welcher zum Dialog mit der Opposition mahnte. Die Regierung Berlusconi möchte bei der umstrittenen Universitätsreform die Opposition anhören, ob sich was an den Gesetzen ändern wird ist unklar. Die Praxis der Regierung Berlusconi seit Regierungsantritt war es Gesetze per Eildekrete über die Ministerien zu erlassen. Eildekrete sind ein Instrumentarium, an welchen sich die Ministerien in Notfällen bedienen können. Für die dauerhafte Durchführung dieser müssen sie allerdings in der Regierung bestätigt werden, was bisher geschah, aber ohne Dialog mit der Opposition und der Gewerkschaften.
Dieser Artikel stammt von Wikinews und steht unter der Creative-Commons-Attribution-2.5-Lizenz.
Italien: Kein Ende der Proteste, Belagerungen und Demonstrationen
05.11.2008
Studentenproteste, Demonstrationen, Fakultätsbesetzungen und Vorlesungen im Freien so präsentiert sich der Alltag an italienischen Schulen und Universitäten nach der Bildungsreform der Mitte-Rechts Regierung von Silvio Berlusconi. Seit über einen Monat dauert der Streik der Schüler und Studenten an und kein Ende ist in Sicht. Die Universitätsprofessoren zeigen ihren Unmut indem sie ihre Vorlesungen auf den öffentlichen Raum ausdehnen. Dabei hatte ein Universitätsprofessor seine Vorlesung direkt vor dem Senat verlegt, ein anderer nutzte das Kolosseum als Schauplatz. Die Blockierung von Zügen durch Sitzproteste, die Besetzung von Schulen und Universitäten und die Bestreikung des Unterrichts gehören längst zur Tagesordnung. Eine von Studenten ins Leben gerufene Internetseite " Scuola: La mappa della Protesta " zeigt die bereits unüberschaubaren Protestaktionen täglich auf einer Landkarte im Internet auf. In Italien zeichnete sich ein Bild, welches ein wenig an die Proteste der 60er Jahre erinnern lies. Am 25. Oktober mobiliesierte die Opposition zur Demonstration gegen die Regierung mehr als 1 Million Menschen. Ungefähr die selbe Anzahl waren beim gesamtstaatlichen Generalstreik der Schulgewerkschaften am 30. Oktober auf den Straßen. Am 7. und 14. November rufen die Gewerkschaften der Universitäten zum Streik auf. Zudem rufen die Organisatoren der Studentenproteste " Unionedeglistudenti " zu einer totalen Blockade aller Schulen und Universitäten vom 17. bis 21. November auf. Druck kam nicht nur von den Studenten, sondern auch vom Staatspräsidenten, Giorgio Napoletano, welcher zum Dialog mit der Opposition mahnte. Die Regierung Berlusconi möchte bei der umstrittenen Universitätsreform die Opposition anhören, ob sich was an den Gesetzen ändern wird ist unklar. Die Praxis der Regierung Berlusconi seit Regierungsantritt war es Gesetze per Eildekrete über die Ministerien zu erlassen. Eildekrete sind ein Instrumentarium, an welchen sich die Ministerien in Notfällen bedienen können. Für die dauerhafte Durchführung dieser müssen sie allerdings in der Regierung bestätigt werden, was bisher geschah, aber ohne Dialog mit der Opposition und der Gewerkschaften.
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